Die Ännie Situation

Archive for the ‘MetaSituationen’ Category

GebärSituation

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Okay, es läuft nicht gerade gut für Hebammen in Deutschland, aber was sich in den USA abspielt läßt einen nur noch ungläubig den Kopf schütteln . Ich bin durch den Hebammenprotest auf eine unbedingt sehenswerte Doku gestossen :

In sechs Häppchen aufgeteilt, kann man sich Stück für Stück wundern, ärgern, schaudern oder auch freuen – mit Geburtshilfe wie wir sie hier betreiben, hat das wenig zu tun. Arme amerikanische Frau. Ein Grund mehr, sich kritisch der Ärztelobby und der Pharmaindustrie entgegenzustellen.

Die Hausgeburtshebamme, die in der Doku begleitet wird, finde ich trotz des schleimgrünen Wasserbeckens ultra sympathisch. Was für schöne Geburtssituationen sie begleitet!

Und weil Kinderkriegen eigentlich so schön ist, gleich noch mein Favorit aller Geburtsfilmchen:

inBreathe a.k.a. ieElpot/Latvian title/ from Valdis Celmins on Vimeo.

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Written by Ännie

6. April 2011 at 12:47

GeburtstagSituation

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Wenn der Lebensmensch Geburtstag hat…

Written by Ännie

4. Juli 2010 at 15:22

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HebammenProtest

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In eigener Sache:

„Früher verbrannt – heute verheizt.“

Wohl kaum ein anderer Beruf in Deutschland wird so ausschließlich von Frauen ausgeübt wie meiner: derjenige der Hebamme. Deshalb sollte das Thema meiner Meinung nach nicht nur von arbeits-, sondern auch von geschlechterpolitischem Interesse  sein. Leider befindet sich die Vernetzung meines Berufsstands allenfalls im Anfangsstadium, der Protest gegen die bisherigen und für die Zukunft geplanten bzw. schon verabschiedeten Zumutungen wird – bis auf wenige Ausnahmen – viel zu selten ins Internet getragen, was für eine breitere gesellschaftliche Wahrnehmung der schon vorhandenen und sich immer weiter verschärfenden Mißstände allerdings unerläßlich ist.

Hebammen begleiten Frauen durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Im Idealfall werden sie von der Schwangeren möglichst früh hinzugezogen, um ein für den guten Verlauf unbedingt nötiges Vertrauensverhältnis aufzubauen. Gerade deshalb, weil die Vorsorge (wegen der auch für Mediziner schlechten Vergütung) für Ärzte einen nicht eben hohen Stellenwert besitzt. Die Beratungsleistung von Hebammen ist n den meisten Fällen ungleich höher. Wenn dann auch die Geburt von der bereits über die individuelle Situation im Bilde seienden Hebamme geleitet wird, ist für die Schwangere eine ungeheuere Hilfe. Abgerundet wird diese freudige Ereignis natürlich für alle Beteiligten, wenn die Hebamme, die auch bei der Geburt zugegen gewesen ist, die Familie in der Nachsorge betreut.

Doch gerade diese sogenannten Beleggeburten mit individueller Betreuung, die von den betroffenen Frauen (und Hebammen!) so geschätzt werden, entwickeln sich mehr und mehr zu einem Luxusgut. Für Geburten im Krankenhaus ist die jetzige Situation schon schwierig genug, um Hausgeburten steht es mittlerweile geradezu dramatisch. Das liegt hauptsächlich an folgenden Faktoren:

– Freiberuflich arbeitende Hebammen (80-90% der etwa 18.000 in diesem Beruf Tätigen) haben festgelegte niedrige Verdienstmöglichkeiten und unterliegen starken Restriktionen wie etwa einem Werbeverbot. Sehr viele Hebammen arbeiten neben ihrer Teilzeitbeschäftigung an einem Krankenhaus auch freiberuflich.

– Die Versicherungsprämien zur Berufshaftpflicht haben sich in den letzten Jahren ins Absurde gesteigert (trotz rückläufiger Schadensfälle um 340%, mehr Zahlen hier). Die Bezahlung hat im selben Zeitraum so gut wie stagniert.

Um es noch einmal deutlich zu sagen: Qualifikation und Verantwortung einerseits und Bezahlung andererseits stehen absolut in keinem Verhältnis. Das alles führt dazu, daß immer weniger Hebammen bereit sind, Beleg- oder Hausgeburten überhaupt zu begleiten. Sie können es sich einfach nicht mehr leisten und zahlen jetzt schon mitunter drauf. Nicht nur einzelne Hebammen geben die Geburtshilfe auf, ganze Geburtshäuser in allen Teilen Deutschlands schließen reihenweise. Es gibt also offenbar Bestrebungen, die Funktion von Hebammen auf das Angebot von Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskursen zu reduzieren. Ohne zu übertreiben kann von einem unausgesprochenen Willen seitens der Krankenversicherer ausgegangen werden, einen ganzen Berufsstand vernichten zu wollen.

Dies sind nicht nur die Probleme einer kleinen Berufsgruppe, sondern das betrifft jede Frau mit Kinderwunsch in Deutschland.
Ich muß es so heftig formulieren: Wer nicht möchte, daß die kompetente Begleitung von Hebammen vor, während und nach einer Geburt schleichend abgeschafft wird und Geburtshilfe demnächst zu einer anonymisierten Gebärabfertigung verkommt, wird bald keine Gelegenheit mehr haben, seinen Unmut wirksam zu äußern. Aber mit genug Aufmerksamkeit kann dieser Entwicklung noch Einhalt geboten werden, bevor es sich dabei um eine beschlossene Tatsache handelt.

Morgen, am Tag der Hebamme, dem 05. Mai, finden unter anderem in Hamburg, Köln,  München, Stuttgart, Göttingen und Berlin Protestaktionen statt. Eine Teilnahme nicht nur von Müttern, sondern allen Frauen und Männern und ihren Kindern ist ausdrücklich erwünscht, also erscheint bitte zahlreich. Ab Morgen wird es auch möglich sein, eine ePetition zu unterzeichnen. Da 50.000 Stimmen gesammelt werden müssen, damit unser Verband im Bundestag Gehör findet,  ist Unterstützung dringend notwendig.

Weiterführende Links:
Deutscher HebammenVerband e.V.

Hebammen-Protest

HebammenfürDeutschland

Hebammenprotest auf FB

Written by Ännie

4. Mai 2010 at 12:46

#rp10Situation

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Das war also meine erste re:publica!

Ich bin mitnichten aus purem Interesse für die paar Tage nach Berlin gefahren; ich bin sozusagen mitgenommen worden. Allerdings wußte ich schon im Vorhinein, daß ich einige Freunde und Bekannte dort treffen würde. Abgesehen davon, habe ich mich riesig gefreut, ganz alte Freunde wiederzusehen.

Über die re:publica selbst kann man gerne hier, hier oder sonstwo lesen. Ich habe natürlich auch einige Vorträge und Workshops mitgenommen, aber viel mehr beeindruckt haben mich die Gespräche, Kaffees und gemeinsamen Essen zwischen den Sessions. Durch die häufige Überfüllung von Räumen, gab es viel Zeit zum Warten und Leute treffen. Das Hinundher zwischen dem Friedrichstadtpalast und der Kalkscheune hätte mit ein bißchen Sonne noch netter sein können (ich habe so gefroren!), aber es gab immer die Gelegenheit für ein Gespräch mit freundlichen Menschen. Naklar, es wirkt immer noch manchmal ziemlich befremdlich auf mich, wenn um mich herum fast jeder ein aufgeklapptes Notebook auf den Knien hat oder zumindest in ein Telephon guckt, aber in Berlin ist mir endgültig klargeworden, daß es sich dabei nicht um Ignoranz oder Desinteresse handelt. Ich habe jedenfalls nicht erlebt, daß jemand einem „echten“ Gespräch oder dem Zusammenstehen in kleiner Runde, nicht den Vorzug gegeben hätte.

Ich bin jedenfalls mit enorm vielen neuen Eindrücken nach Köln zurückgekehrt.Ich habe verschiedene Dinge gelernt, extrem gut gegessen (mit einer beeindruckend netten NerdTruppe), gestaunt, gelacht, Entschlüsse gefasst, großen Spaß und Plaudereien gehabt, eine reizende Trattoria entdeckt, viel KaffeeClubMateundBier getrunken, mich gewundert,  und eine schöne Zeit gehabt!

(Eine der lustigsten Situationen auf der re:publica! Danke, Nils.)

Written by Ännie

19. April 2010 at 11:06

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CaféSituation

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Am Samstag bin ich im Café Wahlen gelandet. An Wörtern wie traditionell oder nostalgisch kommt man kaum herum, wenn man vor der alten Tapete auf samtbezogenen Holzstühlen, Platz nimmt.

Ein herrlich unanstrengender Ort, ich könnte stundenlang dort sitzen und gucken.

Herrenschnitte für den Herrn, SchwarzwälderKirschTorte für die Dame. Das Kännchen Kaffee habe ich mir verkniffen, stattdessen gab es viel zu heißen Milchkaffee. Yummie.

Written by Ännie

16. März 2010 at 09:23

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Silbersituation

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Seit Tagen Wochen hatte ich vor, das alte Tafelsilber von Omi  in die Schublade zu räumen, damit das alte scheußliche Besteck, das ich bei meinem Auszug (vor fast zwanzig Jahren!) von meinen Eltern „geerbt“ habe, endlich verschwindet. Wieso soll das nur selten zum Einsatz kommen? Ich habe ja auch kein „gutes“ Geschirr für Sonntags….

Ende Januar habe ich dann diesen Artikel in der Effilee gelesen. Obwohl der Herr Schluessler mir da ein bißchen schnöselig daher kommt, bin ich, was Besteck angeht,seiner Meinung.(A propos – Hallo, Effilee : Euer Blog habe ich schließlich doch wieder aus meinem Reader geschmissen – es nervt einfach, wenn jeder neue Kommentar als Blogpost erscheint!)

Aber erst heute bin ich endlich dazu gekommen, mir die Schublade mit dem Besteck vorzunehmen.

Ich finde: Das Ergebnis kann sich sehen lasen…

Und obendrein kann ich jetzt theoretisch 24 Personen gleichzeitig mit Kuchen versorgen; leider habe ich nicht genug Teller dafür…

Written by Ännie

2. März 2010 at 17:05

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Seifensituation

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Ich will  Seife, die einfach nur nach Seife riecht.

Es gibt Dinge zum Essen, und es gibt Dinge zum Riechen. Dachte ich immer.

Offenbar eine Fehl-Denke: Alles ist Obstsalat. Oder Gemüsegarten.

Orange, Zitrone, Granatapfel, Cranberries und Melone, Milch und Honig, Gurke, Karotten oder Nüsse aller Art sind in nahezu jedem Körperpflegeprodukt genauso enthalten wie Kaffee, grüner Tee, Kakao und Bier.

Von oben nach unten könnte das so riechen:

  • Rosmarinshampoo auf die Haare – Spülung mit Aprikose
  • Gesichtsreinigung mit grünem Tee und Ingwer, danach Gurkengesichtswasser, Quittencreme.
  • Duschgel Zimt und Koriander, Bodylotion Zitronengras/Vanille
  • Deodarant Joghurt/Litschi

Jetzt mal im Ernst: wer will denn so riechen?

…Ich mach‘ mir mal ein Bier auf.

Written by Ännie

25. Februar 2010 at 17:08

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